Billiger ist besser

Der Volksglaube, dass teuer auch immer besser heißt, ist nur die halbe Wahrheit. Denn viel zu oft erleben wir es speziell bei Alltagsgegenständen, dass die Luxusmodell versagen und die No-Name-Ware entpuppt sich als wahre Goldgriff. Nicht selten wird auch bewusst von Seiten der Produzenten geschummelt. Bei Jeans ist es zum Beispiel kein Geheimnis mehr. Auftraggeber lassen ihre Produkte im Ausland anfertigen, wo die Herstellungskosten im Vergleich zu Deutschland sehr gering. Die Ironie an der Sache dabei ist, dass nicht selten No-Name-Ware und Markenprodukte in der gleichen Werkshalle, mit dem gleichen Ausgangsmaterial gefertig werden und doch unterscheiden sich später die Ladenpreis um bis zu 20-30€. Man zahlt also häufig allein für den Namen noch einmal extra drauf. Auch im Bereich der Hygieneartikel zeigen Studien, dass die Konsumenten großflächig auch gute Erfahrungen mit den Discounterzeugnissem haben. Wieder wird hier meist der Name bezahlt.

Dies ist kein Aufruf, der Produktplagiaterie ein paar stille danksagende Momente zukommen zu lassen. Nein, dies richtet sich als Apell an das Denken der gemeinen Leute, es muss doch nicht immer vom goldenen Teller gegessen werden. Gearde in der Zeit wo zahlreiche Rest- und Sonderposten wie Pilze im Herbst aus dem Boden schießen.

Befinden wir uns doch auch in einer Do-it-yourself-Generation. Teile lassen sich bequem und günstig in Onlineshops bestellen und dann kann man selber klotzen. Die Devise lautet: “Wer suchet, der findet”.Getreu der Gesetzmäßigkeit der Goldenen Regel: “Was man an Kraft einspart, muss man an Weg zusetzen”. Überetzt heißt dies nichts anderes als das wenn man Zeit in die Suche investiert, sich jenes später im Geldbeutel positiv bemerkbar macht. An Angeboten mangelt es doch nicht. Betrachten wir die Marktdichte, so fällt auf, dass der Markt mehr als nur undurchlässige ist. Eine oligopole Marktstruktur wie sie im Lehrbuch steht. Auch sollte man nicht vergessen, dass es auch unmengen von Outlet- und Second Handstores gibt, von Online-Auktionshäusern ganz zu schweigen. Manche Dinge lassen sich auch “recyclen”. Also, Druckerpatronen immer nachfüllen lassen und warum muss es eine Glühbirne sein, tut es nicht auch eine Energiesparlampe? Die Umwelt würde es ihnen zusätzlich danken.

Ganz wichtig ist auch, dass man jährlich Anbieter für Autoversicherungen und Stromanbieter überprüft und vergleicht. Aber sollte man auch hinter den Preis schauen. Wir leben heutzutage in einer Dienstleistungsgesellschaft, deswegen auch immer schauen wo der beste Service mit dem Produkt einhergeht, Zeit wächst genauso wenig auf Bäumen wie Geld.

Selbst die banalsten Dinge tragen zur quantitativen Verbesserung des Kontos bei. Omas Haushaltstrick sind ebenfalls nicht zu verachten. Viele Prozesse können vereinfacht werden und das kostet sie nur ein wenig Zeit um in der Onlinebibliothek zu schmökern.

In unseren schnelllebigen Gesellschaft ändern sich die Marktverhältnisse stets und ständig und nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Aktaulität ist ein muss.